Barfüssiger Postbote gingen am Meer entlang, um die Post nach Miami zu bringen. Ein Job unter schwierigen Bedingungen, der das Leben eines Postboten erforderte.
Die Statue am Leuchtturm in Hillsboro Beach in Pompano Beach erzählt eine dramatische Geschichte Floridas.

Barefoot mailman, Barfüssiger Postbote

Barfüssiger Postbote – sowohl ein Buch als auch ein Film geworden ist

Anfang des 19. Jahrhunderts war Florida hauptsächlich eine ländliche Gegend, Miami noch fast ein Dorf.
Zu dieser Zeit war tatsächlich Key West die grösste Stadt des Staates (dank seiner florierenden Zigarrenindustrie und des grossen Marinestützpunktes).

Ausserhalb dieser Metropole Post zu verschicken war damals noch ein zeitaufwendiges Unterfangen. Briefe waren oft wochenlang unterwegs, um von einem Dorf zum nächsten zu gelangen.

So wurde zum Beispiel ein Brief, der von Miami nach Jupiter geschickt werden sollte (eine Strecke von 150 Kilometern, die man heute in gut einer Stunde bewältigt) erst mit dem Boot nach Key West geschickt.

Von dort dann weiter nach Havanna in Kuba, wo die Post auf ein Dampfschiff verladen wurde, welches nach New York fuhr, von wo aus der Brief dann per Zug wieder zurück nach Florida fuhr und so gute 6 Wochen später bei dem Empfänger in Jupiter eintraf.

Die Männer gingen über 30 Kilometer pro Tag

Als man sich dem Problem bewusst wurde, wurde ein Postbote für diese Strecke angestellt.
Leider gab es aber auch noch keine Strasse zwischen Miami und Jupiter, die beste Möglichkeit war es auf dem harten Sand am nahe des Wassers die Küste entlang zu marschieren.

Dies war eine anstrengende Reise und Schuhe waren besonders unpraktisch auf dieser Strecke. Und so war der Barfüssige Postbote geboren.
Die Briefträger legten über 30 Kilometer am Tag zurück, teils zu Fuss, teils in verschiedenen Booten.
Sie übernachteten in Hütten und ernährten sich von wilden Früchten und Fischen aus dem Meer.

Obwohl die Eisenbahn schon 1887 nach Palm Beach kam, wo die Post verwaltet wurde, wurden die Strandläufer noch einige Jahre länger beschäftigt, bis die Bahn endlich auch Miami erreichte (dies ist einen andere Geschichte, mit Julia Tuttle und Henry Flagler in den Hauptrollen. Wir werden darauf zurückkommen). Insgesamt existierte die Postroute über 10 Jahre.

Im Laufe der Zeit gab es einige Männer, die die Post auf dieser Strecke beförderten. Der bekannteste von ihnen ist James E. Hamilton, der im Jahre 1887 auf dem Weg spurlos verschwand. Es wird angenommen, dass er ertrunken ist. Über seine Geschichte gibt es sowohl ein Buch als auch einen Film und er ist der Grund weswegen in Hillsboro Beach (zwischen Pompano Beach und Deerfield Beach) die Statue des „Barefoot Mailman“ errichtet wurde.

                                                                                  PETER SUNESON
MIRA HAMZA

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BARFÜSSIGE POSTBOTE

  • Im nahe gelegenen Boca Raton befindet sich ein weiteres Denkmal für die barfüssiger Postbote.
  • Die Statue in Hillsboro Beach hat den folgenden Text: „In Memory of James E. Hamilton, United States Mail Carrier, Who Lost His Life Here in Line of Duty October 11, 1887.“
  • Hamiltons Tod wurde zur Inspiration für das Buch „The Barefoot Mailman“ (1943). Acht Jahre später wurde der Sohn zum Spielfilm.
  • Jedes Jahr folgt eine Gruppe von zweitägigen Pfadfindern dem gleichen Weg wie die Postboten (50 Kilometer) und transportieren tatsächlich echte Post. Sie bekommen nur auf der langen Wanderung Wasser mit, Essen, das sie unterwegs finden müssen.
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